Yambu! Das Burundi-Tagebuch

Was als Freiwilligendienst in Burundi beginnt, entwickelt sich zu einem Vollzeitabenteuer im krisenerschütterten Ostafrika. Philipp Ziser, entsandt von einer Kölner Hilfsorganisation, taucht ein in die Gesellschaft und Kultur eines Landes, das immer noch unter den Folgen des zehnjährigen Bürgerkriegs leidet. Ziser erzählt von den Kindern im Waisenheim, die in ihm bald ihren Ersatzpapa sehen, vom Kindersoldaten Raoul, der versucht, seine Vergangenheit zu vergessen, von dem herzkranken Jimmy, für den die Hilfe aus Deutschland zu spät kommt. Ziser erzählt aber auch von Alltäglichkeiten, vom Fußballspielen und Trommeln, von Festen und Momenten kurzer Freude, in denen der Konflikt der verfeindeten Ethnien Hutu und Tutsi vergessen ist. In seinem Tagebuch hält Ziser in zwei Bänden jedes Ereignis detailgenau fest. Doch was sich liest wie eine Geschichte, ist nach wie vor Realität in Burundi – laut „Welthunger-Index“ eines der ärmsten Länder der Welt. Band zwei erschien Ende 2013.

Viele anrührende wie traurige Episoden finden sich in diesem Buch – von Jimmy, einem 13-jährigen Jungen mit schwerem Herzfehler, vom Basketballspiel mit den Jungen, von süchtig machenden, frisch gerösteten Erdnüssen und vielem mehr: lesenswert, spannend, ergreifend – eine lohnende Lektüre.

Badische Neueste Nachrichten vom 24. Juni 2013

Über den Autor

Philipp Ziser ist Jahrgang 1982. Nach dem Studium in Geschichte und Journalismus an der Universität Karlsruhe ging der freie Journalist 2006 für ein Jahr nach Burundi, Ostafrika, wo er ehrenamtlich für die Hilfsorganisationen Burundikids e.V. und Fondation Stamm arbeitete. Von 2007 bis 2015 war Leiter der Kommunikation und ab 2011 verantwortlich für das Personalwesen der Fondation Stamm. Seit 2015 ist er in Deutschland und hauptamtlich bei Burundikids e.V. für die Projekte in Burundi aktiv.

%d Bloggern gefällt das: